TRL 2015: Auch Runde 3 ohne Ergebnis

  • Foto: Dirk Lässig

Die dritte Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder endete bereits gestern Abend, nachdem immer noch kein Arbeitgeberangebot vorlag. Bis zur vierten Tarifverhandlung Ende kommender Woche werden wir nochmal ein deutliches Signal setzen und die Warnstreiks ausweiten. Dafür brauchen wir euch alle – nur gemeinsam sind wir stark!

Es bleibt ein zähes Ringen um Tarifeinigung: Auch zur dritten Runde der Verhandlungen für die 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder am 16. und 17. März in Potsdam packten die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch. Die Positionen der Verhandlungspartner liegen unverändert weit auseinander.

Jetzt kommt es auf uns alle an: Lasst uns den Druck nochmal erhöhen! Gemeinsam mit euch wollen wir klar und deutlich zeigen, was uns eine spürbare Lohnerhöhung und die Sicherung der betrieblichen Altersversorgung wert sind! Beteiligt euch also an den Warnstreiks, die wir bis zur vierten Verhandlung am 28. März 2015 nochmal verstärken!

Arbeitgeber verweigern Gespräche!
Die betriebliche Altersvorsorge bleibt nach wie vor ein Knackpunkt: Nach Vorstellung der Arbeitgeberseite sollen die Rentenansprüche der Beschäftigten deutlich gekürzt werden – für uns absolut inakzeptabel!

Zur Forderung einer tariflichen Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte blieben die Vorschläge der Arbeitgeber ebenfalls dünn. Um die Gehälter der Angestellten an die Bezüge von verbeamtetem Lehrpersonal anzugleichen, braucht es allerdings einen deutlichen Schritt – wir fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit!

Keinerlei Gesprächsbereitschaft zeigten die Arbeitgeber weiterhin zur Erhöhung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen, zur Übernahme und zum Urlaub.

Auf diese Unbeweglichkeit gibt es nur eine Antwort: Wir bleiben bei unseren Forderungen und erhöhen den Druck!

Der Kuchen gehört uns allen – wir kämpfen weiter!
Jetzt heißt es dranbleiben, unsere Forderungen stehen unverändert:

  • 30 Tage Urlaub für alle
    Mehr tariflicher Urlaubsanspruch steigert die Attraktivität eines Arbeitgebers. Deshalb fordern wir 30 Tage Urlaub – auch für Auszubildende!

  • Übernahmegarantie
    Planbarkeit schafft Perspektiven! Auszubildende brauchen also eine tariflich verankerte Übernahme – verbindlich und unbefristet!

    Denn sichere Zukunftsaussichten steigern die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber, den Nachschub qualifizierter Fachkräfte, die langfristige Personalplanung – kurz gesagt: die Zukunft des öffentlichen Dienstes!

  • Mehr Geld für alle
    Kostensteigerungen treffen uns alle. Im Übrigen besteht ab 01. März 2015 bei der Ausbildungsvergütung ein deutlicher Unterschied zum TVAöD.

    Hier müssen wir aufschließen und fordern deswegen einen Ausgleich durch höhere Bezüge: 100 Euro mehr im Monat für alle Auszubildenden!

    Und auch das Beschäftigtenentgelt muss steigen, wir wollen 5,5 Prozent mehr – mindestens aber 175 Euro pro Monat!

Beteiligt euch an den Warnstreiks in der kommenden Woche!
In vielen kreativen, bunten und lauten Aktionen machten Auszubildende und Beschäftigte bei den bisherigen Warnstreiks deutlich wofür sie kämpfen.

Bei uns auf Facebook und auch auf unserem YouTube-Kanal findet ihr jede Menge Impressionen dazu:

- Fotos der Warnstreiks zur TRöD 2015
- Fotos der
Jugendaktionen in der Tarifrunde der Länder
- Videos zu
"ver.di Jugend macht Tarif"

Wir wollen weiterhin eine Tarifeinigung. Mit der Tarifgemeinschaft der Länder wurde eine vierte Verhandlungsrunde für den 28. März 2015 vereinbart.

Bis dahin kommt’s drauf an: Lasst uns klar und deutlich zeigen, dass wir uns die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber nicht gefallen lassen!

Wenn wir den Angriff auf die betriebliche Altersvorsorge abwehren und unsere Forderungen durchsetzen wollen, müssen wir weiter kämpfen und nochmal alles geben! Für gute Ausbildung und Zukunftsperspektiven! Auf der Straße genauso wie in allen Dienststellen!

Ab kommenden Dienstag, den 24.03., sind die Länderbeschäftigten in allen Bundesländern (ohne Hessen) zu Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen betreffen insbesondere Straßenmeistereien, Hochschulen, Unikliniken, Studierendenwerke, Theater, Küstenschutz, Schulen, Feuerwehr, Polizei und die Landesverwaltung.

Also packt eure Kolleginnen und Kolleginne ein, seid dabei, seid aktiv, seid laut und holt euch, was euch zusteht! Wir zählen auf euch – gemeinsam stark!

Mehr Infos
Alle Fragen zu unseren Aktionen beantworten eure Jugendsekretär_innen vor Ort. Natürlich könnt ihr uns auch eine E-Mail schreiben an jugend@verdi.de.

Die Infos zur 3. Verhandlungsrunde gibt es auch als kompaktes PDF zum Download.

Eine Pressemeldung zum aktuellen Stand findet ihr auf der ver.di-Website.